
Bild: Alexander-93 / CC BY-SA 4.0 (Wikimedia Commons)
Kurz zusammengefasst: Den Mercedes GLC mit EQ Technologie gibt es in drei Versionen: GLC 250 ab 64.736 Euro, GLC 300 4MATIC ab 68.306 Euro und GLC 400 4MATIC ab 71.281 Euro. Die Reichweite liegt je nach Version bei bis zu 715 Kilometern nach WLTP. An Schnellladern lädt der GLC mit bis zu 330 kW in rund 22 Minuten von 10 auf 80 Prozent. Laut Mercedes ist er das meistbestellte Elektroauto in der Geschichte des Unternehmens. Gebaut wird er in Bremen.
Warum der elektrische GLC so wichtig ist
Der GLC ist seit Jahren das meistverkaufte Modell von Mercedes-Benz. Mit der elektrischen Version verlegt die Marke ihr wichtigstes Volumenmodell in die Elektro-Ära. Anders als die früheren EQ-Modelle trägt das Auto keinen eigenen Namen wie „EQC“, sondern heißt einfach GLC, mit dem Zusatz „mit EQ Technologie“. Damit macht Mercedes deutlich: Der Antrieb ist eine Option, nicht ein Sondermodell.
Die Verbrenner-Version des GLC bleibt parallel im Angebot. Beide Autos sehen sich ähnlich, sind technisch aber unterschiedlich aufgebaut. Der elektrische GLC steht auf einer eigenen Plattform mit 800-Volt-Technik.
Die Versionen im Vergleich
| GLC 250 | GLC 300 4MATIC | GLC 400 4MATIC | |
|---|---|---|---|
| Antrieb | Heck | Allrad | Allrad |
| Leistung | 260 kW | 310 kW | 360 kW |
| Batterie (nutzbar) | 85 kWh | 85 kWh | 94 kWh |
| Reichweite (WLTP) | 541–650 km | 523–616 km | 568–715 km |
| 0–100 km/h | 5,9 s | 4,7 s | 4,3 s |
| Verbrauch (WLTP) | 15,0–18,1 kWh | 15,9–18,8 kWh | 14,9–18,9 kWh |
| Preis ab | 64.736 € | 68.306 € | 71.281 € |
Quelle: Mercedes-Benz Pressemitteilung vom 9. Juni 2026. Die Spanne bei der Reichweite hängt von Ausstattung, Rädern und Optionen ab.
Auffällig: Das Topmodell GLC 400 4MATIC schafft trotz höherer Leistung die größte Reichweite. Der Grund ist vor allem die größere 94-kWh-Batterie. Die beiden kleineren Versionen nutzen einen Akku mit 85 kWh. Alle Modelle fahren bis zu 210 km/h schnell.
Laden: schnell und flexibel
Der GLC nutzt eine 800-Volt-Architektur. An einem leistungsstarken Schnelllader zieht er bis zu 330 kW. Der Ladehub von 10 auf 80 Prozent dauert laut Hersteller rund 22 Minuten. Das ist ein guter Wert für ein großes SUV. Mercedes nennt auch, wie viel Reichweite in zehn Minuten nachgeladen werden kann: beim GLC 400 4MATIC bis zu 305 Kilometer, beim GLC 250 bis zu 265 Kilometer und beim GLC 300 4MATIC bis zu 255 Kilometer. Diese Werte gelten unter Normbedingungen an einer sehr starken Ladesäule.
An der heimischen Wallbox lädt der GLC serienmäßig mit 11 kW Wechselstrom, optional mit 22 kW. Ein Vorteil für Langstreckenfahrer: Der Navigationsrechner plant Ladestopps automatisch ein und heizt die Batterie vor, damit sie am Schnelllader die volle Leistung aufnehmen kann.
Platz und Alltag
Der elektrische GLC ist ein praktisches Familienauto:
- Kofferraum: 570 bis 1.740 Liter.
- Frunk: 128 Liter unter der Fronthaube, ideal für Ladekabel.
- Anhängelast: bis zu 2,4 Tonnen gebremst, für ein Elektroauto ein hoher Wert.
Damit eignet er sich auch für Wohnwagen oder Pferdeanhänger. Beachte aber: Mit Anhänger sinkt die Reichweite deutlich, oft um 40 Prozent oder mehr.
Fahrwerk und Komfort
Gegen Aufpreis gibt es die Luftfederung AIRMATIC und eine Hinterachslenkung mit bis zu 4,5 Grad Lenkwinkel. Sie verkleinert den Wendekreis von 12,1 auf 11,2 Meter. Das macht sich vor allem beim Rangieren in der Stadt und in Parkhäusern bemerkbar.
Leasing
Mercedes bietet für Privatkunden Leasingraten ab 520 Euro im Monat für den GLC 250 und ab 545 Euro für den GLC 300 4MATIC an. Voraussetzung sind eine Sonderzahlung von 20 Prozent, 36 Monate Laufzeit und insgesamt 45.000 Kilometer (Stand Juni 2026).
Innenraum: MBUX Hyperscreen und MB.OS
Im Innenraum fällt der optionale MBUX Hyperscreen auf. Er zieht sich mit 99,3 Zentimetern Breite über das gesamte Armaturenbrett. Darunter arbeitet das neue Betriebssystem MB.OS. Mercedes entwickelt es selbst. Es verbindet Infotainment, Fahrassistenz und Fahrzeugfunktionen und kann per Over-the-Air-Update verbessert werden.
Die Assistenzsysteme entsprechen SAE-Level 2. Das Auto kann also lenken, bremsen und beschleunigen, der Fahrer muss das System aber ständig überwachen.
Begriffe kurz erklärt
- EQ Technologie: Mercedes-Bezeichnung für vollelektrische Antriebe.
- 4MATIC: Allradantrieb bei Mercedes-Benz.
- MB.OS: das eigene Fahrzeug-Betriebssystem von Mercedes.
- Over-the-Air (OTA): Software-Updates per Mobilfunk, ohne Werkstattbesuch.
- 800 Volt: höhere Spannung, die schnelleres Laden mit weniger Wärmeverlust erlaubt.
Elektrischer GLC gegen BMW iX3
Der wichtigste Konkurrent ist der neue BMW iX3. Beide sind ähnlich groß und ähnlich teuer.
| Mercedes GLC 400 4MATIC | BMW iX3 50 xDrive | |
|---|---|---|
| Leistung | 360 kW | 345 kW |
| Reichweite (WLTP) | bis 715 km | bis 806 km |
| DC-Laden max. | 330 kW | 400 kW |
| Preis ab | 71.281 € | 70.900 € |
Der BMW hat auf dem Papier mehr Reichweite. Der Mercedes punktet mit mehr Anhängelast, einem großen Frunk und dem Hyperscreen. Am Ende entscheiden Fahrgefühl, Bedienung und Händlerangebot. Mehr zum BMW liest du in unserem Artikel zu BMW i3 und iX3.
Für wen lohnt sich der elektrische GLC?
- Familien, die viel Platz und eine hohe Anhängelast brauchen.
- Vielfahrer, die mit Wallbox zu Hause und Schnellladern unterwegs planen können.
- Dienstwagenfahrer: Für Elektroautos gilt in Deutschland eine günstige Dienstwagenbesteuerung. Die genauen Grenzen solltest du mit deinem Arbeitgeber oder Steuerberater klären.
Wer ein kleineres und günstigeres Elektroauto sucht, findet passende Modelle in unserem Überblick zu den E-Auto-Neuheiten im Herbst 2026. Alle Mercedes-Artikel stehen in der Rubrik Mercedes.










