
Software-Updates im Herbst 2026: Windows, macOS, Linux und Apps im Überblick
Bild: KK IN HK / CC BY-SA 4.0 (Wikimedia Commons)
Kurz zusammengefasst: Im Herbst 2026 stehen viele wichtige Software-Updates an. macOS 27 „Golden Gate“ ist seit dem 14. September verfügbar und läuft nur noch auf Macs mit Apple-Chip. Ubuntu 26.10 erschien am 15. Oktober mit Linux-Kernel 7.3 und GNOME 51. Wer noch Windows 10 nutzt, bekommt über das ESU-Programm Sicherheitsupdates bis 12. Oktober 2027. Für Windows 11 24H2 Home und Pro war das Oktober-Update KB5127648 das letzte. Und bei WhatsApp kannst du seit dem 14. Oktober auch Menschen ohne Konto anrufen. Hier ist der Überblick.
Die wichtigsten Updates auf einen Blick
| System oder App | Neuerung | Datum |
|---|---|---|
| macOS 27 Golden Gate | Nur noch für Apple-Chips, Siri AI in der EU vorerst nicht verfügbar | 14. September 2026 |
| Windows 11 (KB5127648) | Sicherheitsupdate, letztes Update für 24H2 Home und Pro | 13. Oktober 2026 |
| Ubuntu 26.10 | Kernel 7.3, GNOME 51, Rust-Coreutils | 15. Oktober 2026 |
| Anrufe per Link mit bis zu 32 Personen | 14. Oktober 2026 | |
| Windows 10 ESU | Sicherheitsupdates verlängert | bis 12. Oktober 2027 |
Angaben laut Apple, Microsoft, Canonical und Meta, wie in unseren Einzelartikeln genannt.
Windows 11: Patchday und Versionswechsel
Am 13. Oktober 2026 hat Microsoft das kumulative Sicherheitsupdate KB5127648 veröffentlicht. Es behebt Sicherheitslücken sowie Fehler beim Explorer, beim Drucken und bei der Anmeldung per Fingerabdruck. Wichtig: Für Windows 11 24H2 in den Editionen Home und Pro ist es das letzte Update. Wenn du diese Version nutzt, solltest du jetzt auf 25H2 oder 26H2 wechseln. Wie du deine Version prüfst und was das Update behebt, liest du im Artikel zum Windows-Patchday im Oktober.
Windows 10: Mehr Zeit mit ESU
Microsoft hat das Ende der erweiterten Sicherheitsupdates (ESU) für Privatkunden von Oktober 2026 auf den 12. Oktober 2027 verschoben. Bist du schon registriert, musst du nichts tun. Im Europäischen Wirtschaftsraum ist die Teilnahme mit einem Microsoft-Konto kostenlos, ohne Konto kostet sie einmalig rund 30 Euro. ESU liefert aber nur wichtige Sicherheitskorrekturen, keine neuen Funktionen. Alle Details im Artikel zur Windows-10-ESU-Verlängerung.
macOS 27 Golden Gate
macOS 27 ist seit dem 14. September 2026 als kostenloses Update verfügbar. Es ist die erste macOS-Version, die nur auf Macs mit Apple-Chip läuft. Intel-Macs bleiben bei macOS 26 Tahoe. Zu den Neuerungen gehören ein überarbeitetes Liquid-Glass-Design, Tab-Gruppierung in Safari und Kurzbefehle in natürlicher Sprache. Die neue Siri AI ist in der EU vorerst nicht verfügbar. Mehr im Artikel zu macOS 27 Golden Gate.
Ubuntu 26.10 Stonking Stingray
Canonical hat am 15. Oktober 2026 Ubuntu 26.10 veröffentlicht. Die Version bringt den Linux-Kernel 7.3, den Desktop GNOME 51 und vollständig auf Rust umgestellte Coreutils. Neu ist eine Treiberseite im App Center. Ubuntu 26.10 ist eine Zwischenversion mit neun Monaten Support bis Juli 2027. Wer Stabilität sucht, bleibt besser bei Ubuntu 26.04 LTS. Mehr im Artikel zu Ubuntu 26.10.
WhatsApp: Anrufe ohne Konto
Seit dem 14. Oktober 2026 kannst du über WhatsApp auch Menschen anrufen, die kein WhatsApp-Konto haben. Du schickst ihnen einen Anruflink, den sie im Browser am Computer öffnen. Bis zu 32 Personen können teilnehmen, die Gespräche sind kostenlos und Ende-zu-Ende-verschlüsselt. Außerdem neu: @alle in Gruppen, anonyme Umfragen und Musik im Status. Alles dazu im Artikel zu den WhatsApp-Neuerungen im Oktober.
Neue Funktionen im Detail: Was sich im Alltag ändert
Für die meisten Nutzer bringen die Herbst-Updates vor allem kleine Verbesserungen im Alltag. Unter macOS 27 hilft die Tab-Gruppierung in Safari, Ordnung in viele offene Webseiten zu bringen. Mit Kurzbefehlen in natürlicher Sprache beschreibst du einfach, was der Mac automatisch erledigen soll. Unter Ubuntu 26.10 macht die neue Treiberseite im App Center die Installation von Grafiktreibern einfacher. Und bei WhatsApp erleichtern anonyme Umfragen die Abstimmung in Gruppen.
Warum Updates so wichtig sind
Updates bringen nicht nur neue Funktionen. Sie schließen vor allem Sicherheitslücken, die Angreifer sonst ausnutzen könnten. Viele erfolgreiche Angriffe nutzen bekannte Schwachstellen in veralteter Software. Deshalb solltest du automatische Updates eingeschaltet lassen, für das Betriebssystem ebenso wie für Browser und Apps.
Besonders wichtig ist das, wenn eine Version das Ende ihres Supports erreicht. Dann gibt es keine Sicherheitskorrekturen mehr. Das betrifft aktuell Windows 11 24H2 Home und Pro und, nach Ablauf von ESU, auch Windows 10. Auch Intel-Macs bekommen kein neues macOS mehr. Sie bleiben bei macOS 26 Tahoe.
Was du jetzt tun solltest
- Windows 11 prüfen: Öffne Einstellungen, System, Info und schau nach deiner Version. Steht dort 24H2, wechsle auf 25H2 oder 26H2.
- Windows 10 absichern: Melde dich für ESU an, falls noch nicht geschehen, und plane den Umstieg bis Oktober 2027.
- Mac aktualisieren: Mit Apple-Chip kannst du macOS 27 installieren. Sichere vorher deine Daten.
- Ubuntu-Version wählen: Für Neugierige ist 26.10 spannend, für den Alltag ist 26.04 LTS die sicherere Wahl.
- Apps aktualisieren: Halte WhatsApp und andere Apps über den App Store oder Google Play aktuell.
Für wen ist was wichtig?
- Für Windows-10-Nutzer: ESU sichert dich bis Oktober 2027 ab. Nutze die Zeit für den Umstieg.
- Für Windows-11-Nutzer mit 24H2: Jetzt auf eine neuere Version wechseln.
- Für Mac-Nutzer mit Apple-Chip: macOS 27 bringt neue Funktionen, Siri AI aber vorerst nicht in der EU.
- Für Linux-Einsteiger: Ubuntu 26.04 LTS mit langem Support.
- Für alle WhatsApp-Nutzer: Die Gastanrufe machen Gespräche mit Menschen ohne WhatsApp einfacher.
Alle Artikel findest du in der Kategorie Software.
Begriffe kurz erklärt
- ESU: Extended Security Updates, verlängerte Sicherheitsupdates für Windows 10.
- Patchday: Der Tag, an dem Microsoft monatlich Sicherheitsupdates veröffentlicht.
- LTS: Long Term Support, eine Version mit besonders langer Unterstützung.
- Kernel: Der Kern eines Betriebssystems, der die Hardware steuert.
- Ende-zu-Ende-Verschlüsselung: Nur Absender und Empfänger können die Inhalte lesen.
- Apple-Chip: Prozessoren von Apple wie M1 bis M5, die Intel-Chips in Macs ersetzt haben.










