
Bild: I G / CC BY 2.0 (Wikimedia Commons)
Kurz zusammengefasst: Am 13. Oktober 2026 war wieder Patchday. Microsoft hat für Windows 11 das kumulative Sicherheitsupdate KB5127648 veröffentlicht. Es hebt die Versionen auf die Builds 26300.9711 (26H2), 26200.9711 (25H2) und 26100.9711 (24H2). Neben Sicherheitslücken behebt es Fehler beim Explorer, bei der AC-3-Tonwiedergabe, beim Drucken und beim Fingerabdruck-Login. Wichtig: Für Windows 11 24H2 Home und Pro ist es das letzte Update. Wenn du diese Version nutzt, solltest du jetzt auf 25H2 oder 26H2 wechseln.
Was ist der Patchday?
Microsoft veröffentlicht Sicherheitsupdates für Windows in der Regel am zweiten Dienstag im Monat. Diese Updates sind kumulativ. Das heißt: Sie enthalten alle Korrekturen der Vormonate. Wer das aktuelle Paket installiert, ist also auf dem neuesten Stand, auch wenn ein älteres Update fehlt. Hast du frühere Updates schon installiert, lädt dein PC laut Microsoft nur die neuen Teile herunter.
Die Eckdaten von KB5127648
| Punkt | Angabe |
|---|---|
| Erscheinungsdatum | 13. Oktober 2026 |
| Windows 11 26H2 | Build 26300.9711 |
| Windows 11 25H2 | Build 26200.9711 |
| Windows 11 24H2 | Build 26100.9711 |
| Servicing Stack | KB5127647 (Build 26100.9703) |
| KI-Komponenten | Version 1.2608.951.0 |
| Windows 11 26H1 | eigenes Update KB5127646 (Build 28000.3231) |
Angaben laut Microsoft Support.
Das Ende für Windows 11 24H2 Home und Pro
Die wichtigste Nachricht steht ganz oben in Microsofts Hinweisen: Windows 11, Version 24H2, Home und Pro hat das Ende der Updates erreicht. Das Oktober-Update ist das letzte für diese Editionen. Danach gibt es keine monatlichen Sicherheitsupdates und keine Vorschau-Updates mehr.
Das bedeutet nicht, dass dein PC sofort aufhört zu funktionieren. Er wird aber mit der Zeit unsicherer, weil neue Lücken nicht mehr geschlossen werden. Microsoft empfiehlt deshalb ein Upgrade auf die neueste Windows-11-Version. Der Wechsel von 24H2 auf 25H2 oder 26H2 ist meist schnell erledigt, weil die Versionen technisch eng verwandt sind. Das zeigen auch die fast gleichen Build-Nummern.
So prüfst du deine Version: Drücke die Windows-Taste und R, gib winver ein und bestätige. Im Fenster steht die Version, etwa „24H2“. Unter Einstellungen > Windows Update findest du das Angebot für das Funktionsupdate.
Nutzt du noch Windows 10? Dann lies unseren Artikel zu den verlängerten Sicherheitsupdates für Windows 10.
Diese Fehler behebt das Update
Laut Microsoft löst KB5127648 mehrere Probleme, die zum Teil als „bekannte Probleme“ gelistet waren:
- Windows Explorer: In Mehrbenutzer-Umgebungen wie Azure Virtual Desktop und FSLogix konnte Explorer.exe nach der Anmeldung abstürzen. Die Folge war ein schwarzer Bildschirm. Das ist behoben.
- Audio: Die Wiedergabe von AC-3-Ton in manchen Apps funktionierte nicht richtig.
- Drucken: Seit dem August-Update schlug das Drucken mit RAW- oder „Generic Text Only“-Treibern teilweise fehl.
- Gaming: In einigen Spielen konnte die Mauseingabe ruckeln.
- Windows Hello: Die Anmeldung per Fingerabdruck ging nach einem Kaltstart auf manchen Geräten nicht.
- Speicherplätze: Bestimmte virtuelle Datenträger mit Direkte Speicherplätze ließen sich nicht online schalten. Das betrifft vor allem Server-Cluster.
Außerdem bringt das Update eine neue Zeitzone für die kanadische Provinz Manitoba, die zum 1. November 2026 ihre Zeitregel ändert.
Mehr Sicherheit: Secure Boot, ReFS und NTLMv1
Neben den Fehlerkorrekturen gibt es drei Änderungen, die vor allem für die Sicherheit wichtig sind:
Secure-Boot-Zertifikate: Alte Zertifikate für den sicheren Start laufen seit 2026 ab. Microsoft verteilt deshalb neue Zertifikate über Windows Update. Das Oktober-Update setzt diese Verteilung fort. Geräte ohne die neuen Zertifikate starten laut Microsoft weiterhin normal und bekommen Updates.
ReFS auf externen Laufwerken: Für das Dateisystem ReFS auf extern angeschlossenen Speichern gibt es jetzt eine Überwachung. Sie ist standardmäßig aktiv. Strengere Regeln sind noch aus, damit Administratoren sich vorbereiten können.
NTLMv1: Das alte Anmeldeverfahren NTLMv1 wird weiter eingeschränkt. Auf Geräten ohne Credential Guard und ohne eigene Registry-Einstellung blockiert Windows jetzt standardmäßig bestimmte NTLMv1-Anmeldedaten für Single Sign-On. Laut Microsoft kann das WLAN-, LAN- und VPN-Verbindungen mit MS-CHAPv2 betreffen. Das ist eher ein Thema für Firmen. Wenn nach dem Update eine solche Verbindung nicht mehr klappt, kann das die Ursache sein.
Bekanntes Problem: Smart App Control
Microsoft nennt ein bekanntes Problem: Auf manchen Geräten lässt sich Smart App Control nach dem Update nicht mehr einschalten, wenn es vorher aus war. Die Option ist dann ausgegraut. Wo die Funktion schon aktiv ist, bleibt sie aktiv und schützt weiter. Microsoft beschreibt auf der Support-Seite eine Lösung über die Registrierung. Ändere die Registry nur, wenn du vorher eine Sicherung gemacht hast und weißt, was du tust.
So installierst du das Update
- Öffne Einstellungen > Windows Update.
- Klicke auf Nach Updates suchen.
- Installiere KB5127648 und starte den PC neu.
Sichere vorher wichtige Daten. Bei Laptops lohnt es sich, das Netzteil anzuschließen. Wenn das Update hängt, hilft oft ein Neustart und ein zweiter Versuch.
Für wen ist das wichtig?
- Alle Windows-11-Nutzer: Installiere das Update zeitnah. Es schließt Sicherheitslücken.
- Nutzer von 24H2 Home/Pro: Plane jetzt das Upgrade auf 25H2 oder 26H2. Ohne Upgrade bekommst du keine Sicherheitsupdates mehr.
- Gamer: Der Fix für ruckelnde Mauseingaben kann sich spürbar lohnen. Tipps zu neuer Hardware findest du in unserem Ratgeber zum Gaming-PC für 1000 Euro.
- Firmen-Admins: Achtet auf die NTLMv1-Änderung und das Explorer-Problem in virtuellen Desktops.
Wenn du ohnehin über ein neues Gerät nachdenkst, hilft unser Überblick über Windows-Laptops 2026.
Begriffe kurz erklärt
- Kumulatives Update: ein Paket, das alle früheren Korrekturen enthält.
- Build: die genaue Versionsnummer von Windows.
- Funktionsupdate: der Wechsel auf eine neue Windows-Version wie 25H2.
- Secure Boot: sicherer Start, der nur vertrauenswürdige Software beim Hochfahren erlaubt.
- NTLM: ein altes Anmeldeverfahren in Windows-Netzwerken.
Weitere Meldungen zu Updates findest du in der Rubrik Updates.










