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Smartphone mit farbigem Android-Startbildschirm und App-Symbolen

WhatsApp im Oktober 2026: Gastanrufe ohne Konto, @alle und mehr

Bild: Gannu03 / CC BY-SA 4.0 (Wikimedia Commons)

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Kurz zusammengefasst: Seit dem 14. Oktober 2026 kannst du über WhatsApp auch Menschen anrufen, die kein WhatsApp-Konto haben. Du schickst ihnen einfach einen Anruflink. Sie öffnen ihn im Browser am Computer und nehmen nach deiner Freigabe teil. Bis zu 32 Personen sind möglich, die Gespräche sind kostenlos, ohne Zeitlimit und Ende-zu-Ende-verschlüsselt. Außerdem neu im Oktober: @alle in Gruppen, anonyme Umfragen mit Endzeit, Musik im Status, PDFs direkt in der App und neue Einstellungen für Eltern und Jugendliche.

Gastanrufe: So funktioniert es

Meta hat die neue Funktion am 14. Oktober 2026 vorgestellt. Ziel ist laut Meta, dass du mit allen sprechen kannst, egal welche Apps sie nutzen. Zum Beispiel mit Kollegen, Mitschülern oder einer Nachhilfelehrerin.

So startest du einen Gastanruf:

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  1. Öffne in WhatsApp den Reiter Anrufe.
  2. Tippe auf das Plus-Symbol.
  3. Erstelle einen Anruflink.
  4. Schicke den Link an die Personen, mit denen du sprechen möchtest, etwa per E-Mail oder SMS.

Deine Gäste öffnen den Link im Browser am Computer und geben ihren Namen ein. Sie landen zuerst in einem Warteraum. Erst wenn du als Gastgeber zustimmst, sind sie im Gespräch. Wichtig: Nur wer ein WhatsApp-Konto hat, kann einen Link erstellen.

Was Gäste dürfen und was nicht

Gäste können Gäste können nicht
an Einzel- und Gruppenanrufen teilnehmen Telefonnummern anderer sehen
den Computerbildschirm teilen Nachrichten schreiben
mit Daumen oder Herz reagieren weitere Personen hinzufügen
die Hand heben, um sich zu melden ohne Freigabe beitreten

Angaben laut Meta.

Als Gastgeber kannst du Gäste jederzeit aus dem Anruf entfernen. Das schützt vor ungebetenen Teilnehmern, falls ein Link weitergeleitet wird.

Kalender-Anbindung folgt

Später in diesem Jahr will Meta Erweiterungen für Google Kalender und Outlook bringen. Dann kannst du einen WhatsApp-Anruflink direkt in eine Termineinladung einfügen. Alle Eingeladenen können teilnehmen, mit oder ohne Konto. Einen genauen Termin nennt Meta noch nicht.

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Damit wird WhatsApp zu einer echten Alternative für Videokonferenzen im kleinen Kreis, etwa für Vereine, Schulgruppen oder kleine Teams.

Schritt für Schritt: So nehmen Gäste teil

Wenn du jemanden ohne WhatsApp einlädst, kannst du ihm diese Anleitung mitschicken:

  1. Computer nutzen: Laut Meta funktioniert die Teilnahme im Browser am Computer. Am besten eignen sich aktuelle Versionen von Chrome, Edge, Firefox oder Safari.
  2. Link öffnen: Klicke auf den Anruflink, den du per E-Mail oder Nachricht bekommen hast.
  3. Namen eingeben: Gib einen Namen ein, unter dem dich die anderen sehen. Eine Telefonnummer brauchst du nicht.
  4. Zugriff erlauben: Der Browser fragt nach Kamera und Mikrofon. Erlaube den Zugriff, sonst hört und sieht dich niemand.
  5. Warten: Du landest im Warteraum, bis der Gastgeber dich hereinlässt.

Ein Tipp für Gastgeber: Erstelle den Link schon vor dem Termin und schicke ihn rechtzeitig. Dann haben alle genug Zeit, Kamera und Mikrofon zu testen. Bei Gruppenanrufen hilft es, die Gäste kurz anzukündigen, damit du im Warteraum weißt, wen du hereinlassen kannst.

Vergleich mit anderen Diensten

Bisher brauchten alle Teilnehmenden bei WhatsApp ein eigenes Konto. Dienste wie Zoom, Google Meet oder Microsoft Teams erlauben die Teilnahme per Link schon länger. Neu ist, dass du dafür nun keine zusätzliche App brauchst, wenn du ohnehin WhatsApp nutzt. Besonders wichtig ist dabei die Verschlüsselung der Gespräche.

Weitere Neuerungen im Oktober

Laut einer Übersicht von BuzzFeed News Deutschland (mit Verweis auf NDR und den WhatsApp-Blog) kamen im Oktober noch sechs weitere Funktionen hinzu:

  • @alle: Eine Nachricht benachrichtigt alle Mitglieder einer Gruppe, auch wenn sie den Chat stummgeschaltet haben. In Gruppen mit weniger als 32 Mitgliedern darf das jeder, in größeren Gruppen nur Admins. Du kannst diese Hinweise in den Chat-Einstellungen abschalten.
  • Ähnliche Gruppe erstellen: Eine bestehende Gruppe dient als Vorlage. Alle Mitglieder werden übernommen, einzelne kannst du ausschließen. Praktisch etwa für die Planung einer Überraschungsparty.
  • Anonyme Umfragen: Du kannst die Namen der Teilnehmenden verbergen und mit „Endzeit festlegen“ eine Frist setzen.
  • Musik im Status: Songs aus Spotify und Apple Music lassen sich direkt in einen Status einbinden.
  • PDFs in der App: PDF-Dateien öffnest du direkt im Messenger, ohne sie erst herunterzuladen. In der Desktop-App und bei WhatsApp Web sind laut NDR teilweise auch Bearbeitungen möglich.
  • Eltern und Jugendliche: Eltern können gemeinsam mit ihren Kindern Datenschutz-Einstellungen festlegen, etwa wer sie zu Gruppen hinzufügen darf. Private Nachrichten bleiben für Eltern unlesbar.

Viele Funktionen werden schrittweise verteilt. Fehlt dir etwas, aktualisiere die App im App Store oder bei Google Play und warte ein paar Tage.

Datenschutz: Was du beachten solltest

Die Gastanrufe sind laut Meta Ende-zu-Ende-verschlüsselt. Das heißt: Nur die Teilnehmenden können das Gespräch hören und sehen. Trotzdem solltest du ein paar Punkte beachten:

  • Teile Anruflinks nur mit Menschen, die du kennst.
  • Prüfe im Warteraum, wer beitreten möchte, bevor du zustimmst.
  • Entferne unbekannte Gäste sofort.
  • Beim Bildschirmteilen sehen alle, was auf deinem Computer offen ist. Schließe vorher private Fenster.

Mehr dazu, wie du dein Smartphone sicher und praktisch nutzt, zeigt unser Überblick zu Android 17. Wie KI-Assistenten im Alltag helfen, liest du in unserem Ratgeber zu KI-Tools.

Für wen sind die Neuerungen interessant?

  • Familien: Großeltern ohne WhatsApp können am Computer einfach mitmachen.
  • Schule und Verein: Gruppenanrufe mit bis zu 32 Personen ohne Zeitlimit.
  • Kleine Teams: Bildschirm teilen und gemeinsam Unterlagen ansehen, ohne eine extra Konferenz-App.
  • Eltern: Neue Einstellungen helfen, Kinder besser zu schützen.

Begriffe kurz erklärt

  • Ende-zu-Ende-Verschlüsselung: Nur Absender und Empfänger können Inhalte lesen oder hören, nicht einmal WhatsApp selbst.
  • Warteraum: virtueller Vorraum, in dem Gäste warten, bis der Gastgeber sie hereinlässt.
  • Status: WhatsApp-Funktion für Beiträge, die nach 24 Stunden verschwinden.
  • Admin: Person, die eine Gruppe verwaltet.

Weitere Neuigkeiten zu Anwendungen findest du in der Rubrik Apps.

Quellen

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NEX Redaktion

Die NEX-Redaktion erklärt Technik verständlich: Smartphones, E-Mobilität, Smart Home, KI, Gaming und IT-Sicherheit – unabhängig und faktenbasiert.

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