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Router, Netzwerkspeicher und Server-Geräte nebeneinander auf einem Holzregal

Proton VPN im Herbst 2026: Neue Apps, besserer Kill Switch und Pause-Funktion

Bild: Alan Levine / CC BY 2.0 (Wikimedia Commons)

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Kurz zusammengefasst: Der Schweizer Anbieter Proton VPN hat am 21. Oktober 2026 seine Pläne für Herbst und Winter vorgestellt. Die Apps für macOS, iOS, iPadOS und Linux bekommen ein neues Design. Der Kill Switch wird auf mehreren Systemen verbessert, und mit Pausieren und Fortsetzen kannst du das VPN kurz ausschalten, ohne das Wiedereinschalten zu vergessen. Ein Gastmodus ohne Konto kommt auf den Desktop. Bereits umgesetzt sind neue Verbindungsprotokolle, Server in 149 Ländern und ein weiteres No-Logs-Audit. Hier erfährst du, was neu ist und wann ein VPN überhaupt sinnvoll ist.

Was ein VPN macht

Ein VPN (Virtual Private Network) baut laut BSI eine verschlüsselte Verbindung zwischen deinem Gerät und einem VPN-Server auf. Alle Daten, die durch diesen „Tunnel“ laufen, sind vor neugierigen Blicken im restlichen Internet geschützt. Webseiten sehen außerdem nicht mehr deine eigene IP-Adresse, sondern die des VPN-Servers. So lässt sich dein Standort verschleiern.

Wichtig: Ein VPN ist kein Allheilmittel. Es schützt nicht vor Phishing-Mails oder Schadsoftware. Außerdem wird die Verbindung laut BSI meist etwas langsamer. Und du verlagerst dein Vertrauen vom Internetanbieter auf den VPN-Anbieter. Deshalb ist es wichtig, dass dieser keine Daten über deine Aktivitäten speichert.

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Das hat Proton VPN seit dem Frühjahr umgesetzt

Neuerung Details
Proton-Protokolle Neue, auf WireGuard basierende Technik: schnellere Verbindungen, schwerer zu blockieren (noch nicht auf macOS)
Mehr Standorte 149 Länder mit 196 Standorten, darunter Smart-Routing-Server für China
Linux-App Stealth-Modus, automatische Sprache, offizielles Snap-Paket
iPhone und iPad Kurzbefehle und Automationen, Steuerung per Siri
Windows Länder, Städte oder Regionen von „Schnellste Verbindung“ ausschließen
No-Logs-Audit Zum fünften Mal in Folge von unabhängigen Prüfern bestätigt

Angaben laut Proton VPN, Stand 21. Oktober 2026.

Das plant Proton VPN für Herbst und Winter

Neues Design für mehr Systeme

Die Apps für Windows und Android hat Proton bereits im vergangenen Jahr überarbeitet. Jetzt folgen macOS, iOS, iPadOS und Linux. Auf iPhone und iPad ist der Startbildschirm schon neu, der Rest der App kommt noch. Die App für Android TV soll schneller verbinden und wichtige Funktionen leichter erreichbar machen.

Besserer Kill Switch

Ein Kill Switch sorgt dafür, dass deine echte IP-Adresse nicht sichtbar wird, wenn die VPN-Verbindung abbricht. Proton verbessert diese Funktion auf Linux, macOS, iOS und iPadOS. Auf dem Mac kommt zusätzlich der erweiterte Kill Switch. Er blockiert den gesamten Internetzugang, solange keine VPN-Verbindung besteht.

Pausieren und Fortsetzen

Manche Webseiten und Apps funktionieren nicht mit eingeschaltetem VPN, etwa manche Banking-Apps oder Streamingdienste. Bisher musstest du das VPN dann ausschalten und daran denken, es wieder einzuschalten. Mit der neuen Funktion Pausieren und Fortsetzen wählst du, wie lange die Pause dauern soll. Danach verbindet sich die App automatisch wieder. Die Funktion kommt zuerst auf Windows und Android.

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Gastmodus auf dem Desktop

Im Gastmodus nutzt du Proton VPN ohne eigenes Proton-Konto. Du lädst die App herunter, wählst „Als Gast fortfahren“ und verbindest dich mit den kostenlosen Servern. Auf dem Smartphone gibt es das schon. Als Nächstes folgen die Desktop-Apps, zuerst unter Windows.

Mehr Installationswege für Linux

Proton VPN soll offiziell für Linux Mint, Arch Linux und als Flatpak erscheinen. So bekommst du Updates und Sicherheitskorrekturen direkt vom Hersteller, egal welche Distribution du nutzt. Welche Neuerungen die aktuelle Ubuntu-Version bringt, liest du in unserem Artikel zu Ubuntu 26.10.

Proton-Protokolle verlassen die Testphase

Die neuen Protokolle sollen auf den meisten Systemen die Beta-Phase verlassen. Unter Windows ist das bereits passiert.

Wann ein VPN sinnvoll ist

  • Im öffentlichen WLAN: Im Café, Hotel oder am Flughafen schützt ein VPN deine Daten vor anderen Nutzern im selben Netz.
  • Auf Reisen: Du kannst auf Dienste aus deinem Heimatland zugreifen, wenn diese im Ausland gesperrt sind. Beachte aber, dass manche Länder VPNs verbieten.
  • Für mehr Privatsphäre: Dein Internetanbieter sieht nicht mehr, welche Seiten du aufrufst.
  • Im Homeoffice: Firmen nutzen VPNs, um Mitarbeiter sicher mit dem Firmennetz zu verbinden.

Weniger nötig ist ein VPN für normales Surfen zu Hause auf Webseiten mit HTTPS. Diese Verbindung ist bereits verschlüsselt. Das BSI weist aber darauf hin, dass ein VPN auch Apps schützt und deinen gesamten Datenverkehr verschlüsselt, nicht nur den im Browser.

Worauf du bei der Wahl achten solltest

  • No-Logs-Versprechen mit Prüfung: Ein unabhängiges Audit zeigt, ob der Anbieter wirklich keine Daten speichert.
  • Kill Switch: Er sollte vorhanden und eingeschaltet sein.
  • Moderne Protokolle: WireGuard gilt als schnell und sicher.
  • Sitz des Anbieters: Er bestimmt, welche Gesetze für deine Daten gelten.
  • Vorsicht bei Gratis-Angeboten: Seriöse kostenlose Tarife gibt es, aber manche Gratis-VPNs finanzieren sich über Werbung oder Daten.

Viele Sicherheitspakete aus dem Antivirus-Test enthalten ebenfalls ein VPN. Weitere Ratgeber findest du in der Kategorie VPN.

So richtest du ein VPN ein

  1. App vom Hersteller laden: Lade die VPN-App direkt von der Webseite des Anbieters oder aus dem offiziellen App-Store deines Geräts.
  2. Konto anlegen oder Gastmodus nutzen: Bei Proton VPN geht das auf dem Smartphone auch ohne Konto.
  3. Kill Switch einschalten: Prüfe in den Einstellungen, ob der Kill Switch aktiv ist. Bei vielen Apps ist er standardmäßig an, aber nicht bei allen.
  4. Protokoll wählen: Belasse die Einstellung meist auf „automatisch“. Die App wählt dann das passende Protokoll.
  5. Verbindung testen: Rufe nach dem Verbinden eine Seite auf, die deine IP-Adresse anzeigt. Sie sollte jetzt zum Standort des VPN-Servers passen.
  6. Ausnahmen festlegen: Mit Split Tunneling kannst du einzelne Apps vom VPN ausnehmen, zum Beispiel deine Banking-App.

Denk daran: Ein VPN ersetzt keine sicheren Passwörter und kein Update. Es ist ein Baustein deiner Sicherheit, nicht die ganze Lösung.

Für wen lohnt sich was?

  • Für Vielreisende und Café-Arbeiter: Ein VPN mit Kill Switch ist sinnvoll.
  • Für Gelegenheitsnutzer: Ein kostenloser Tarif oder der neue Gastmodus kann reichen.
  • Für Linux-Nutzer: Die offiziellen Pakete machen die Installation einfacher.
  • Für Streaming-Fans: Die Pause-Funktion hilft, wenn ein Dienst mit VPN nicht funktioniert.

Begriffe kurz erklärt

  • VPN: Eine verschlüsselte Verbindung zwischen deinem Gerät und einem Server im Internet.
  • Kill Switch: Blockiert das Internet, wenn die VPN-Verbindung abbricht.
  • WireGuard: Ein modernes, schlankes VPN-Protokoll.
  • No-Logs: Der Anbieter speichert keine Daten darüber, was du online tust.
  • Stealth: Ein Modus, der VPN-Verbindungen tarnt, damit sie schwerer zu blockieren sind.
  • IP-Adresse: Die Adresse, unter der dein Gerät im Internet erreichbar ist.

Quellen

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NEX Redaktion

Die NEX-Redaktion erklärt Technik verständlich: Smartphones, E-Mobilität, Smart Home, KI, Gaming und IT-Sicherheit – unabhängig und faktenbasiert.

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