
Saugroboter nach der IFA 2026: Dreame Aqua20 und Roborock Saros 20
Bild: Smart Home Perfected / CC BY 2.0 (Wikimedia Commons)
Kurz zusammengefasst: Der wichtigste Trend bei Saugrobotern nach der IFA 2026 heißt Wischrolle. Statt zwei rotierender Pads nutzen die Topmodelle eine Walze, die sich während der Fahrt ständig mit frischem Wasser reinigt. Dreame geht mit dem Aqua20 Pro Ultra Roller X Complete noch weiter: Er erzeugt Dampf im Roboter. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 1.499 Euro. Roborock antwortet mit dem Saros 20 Flow Complete (36.000 Pa) und dem günstigeren Qrevo Edge 2 FlowX. Für die meisten Haushalte reicht aber ein deutlich günstigeres Modell.
Dreame Aqua20 Pro Ultra Roller X Complete
Der Aqua20 Pro Ultra Roller X Complete ist laut Dreame der erste Saugroboter der Marke, der Dampf direkt im Roboter erzeugt. Laut Dreame erreicht der Dampf am Auslass des Dampferzeugers bis zu 180 Grad. Er tritt aus vier Düsen vor der Wischrolle aus und soll angetrocknete Flecken lösen. Danach wischt die Rolle mit warmem Wasser nach.
Die wichtigsten Daten:
- Saugleistung: bis zu 40.000 Pa
- Wischrolle: 300 Umdrehungen pro Minute, 18 Newton Anpressdruck
- MopExtend: Die Rolle fährt für die Kantenreinigung etwa 8 Zentimeter aus dem Gehäuse
- Teppichschutz: Eine Abdeckung schließt sich um die nasse Rolle, wenn der Roboter auf Teppich fährt
Verkaufsstart in Deutschland und Spanien war der 21. September 2026, zunächst mit einem Einführungspreis von 1.199 Euro. Regulär kostet das Gerät 1.499 Euro. Ein Hinweis von Dreame: Dampf und ausgefahrene Wischrolle lassen sich nicht gleichzeitig nutzen.
Roborock Saros 20 Flow Complete
Roborock zeigte auf der IFA 2026 gleich mehrere Modelle: Saros 20 Flow Complete, Saros 20 Neo, Qrevo Edge 2 FlowX und den Saros Rover. Der Saros 20 Flow Complete ist das Flaggschiff mit Wischrolle.
- Saugleistung: 36.000 Pa
- Wischrolle SpiraFlow 2.0: 240 Umdrehungen pro Minute, 15 Newton Anpressdruck, 16 Wasserauslässe
- Höhe: rund 9 Zentimeter dank absenkbarem LiDAR-Turm
- Schwellen: überwindet zweistufige Schwellen bis 8,8 Zentimeter
- Hinderniserkennung: Reactive AI für mehr als 300 Arten von Hindernissen
- Laufzeit: laut Roborock bis zu 301 Minuten
Die Station reinigt die Rolle mit heißem Wasser von bis zu 100 Grad.
Günstigere Modelle von Roborock
Der Qrevo Edge 2 FlowX übernimmt die Wischrolle SpiraFlow 2.0 und bietet 35.000 Pa. In der Schweiz kam er am 15. September für 699 Franken in den Handel. Der Saros 20 Neo ist nur 7,95 Zentimeter hoch und kostet in der Schweiz 1.099 Franken. Für Deutschland nennen unsere Quellen noch keine verbindlichen Euro-Preise für alle Modelle. Prüfe die aktuellen Preise beim Händler.
Vergleich
| Modell | Saugkraft | Besonderheit | Preis |
|---|---|---|---|
| Dreame Aqua20 Pro Ultra Roller X Complete | 40.000 Pa | Dampf im Roboter | 1.499 € (UVP) |
| Roborock Saros 20 Flow Complete | 36.000 Pa | flach, 301 min Laufzeit | noch offen (DE) |
| Roborock Saros 20 Neo | 36.000 Pa | nur 7,95 cm hoch | 1.099 CHF |
| Roborock Qrevo Edge 2 FlowX | 35.000 Pa | Wischrolle, günstiger | 699 CHF |
Angaben laut Herstellern, VacuBots und joypad.ch, Stand Oktober 2026.
Wischrolle oder Wischpads?
Wischpads drehen sich auf der Stelle und werden in der Station gewaschen. Zwischen zwei Waschgängen verteilen sie aber auch Schmutzwasser. Eine Wischrolle wird während der Fahrt dauernd mit frischem Wasser gespült und das Schmutzwasser abgesaugt. Das sorgt für gleichmäßigere Ergebnisse. Der Nachteil: Die Technik ist teurer und die Rolle muss regelmäßig ersetzt werden.
Brauchst du 40.000 Pa?
Hohe Pascal-Werte klingen beeindruckend, sind aber nur ein Teil der Wahrheit. Für Hartböden reichen auch 8.000 bis 10.000 Pa. Auf Teppichen hilft mehr Saugkraft, entscheidend sind aber auch Bürstendesign und Luftführung. Wichtiger im Alltag sind:
- Hinderniserkennung: Kabel, Socken und Haustier-Missgeschicke sollten erkannt werden.
- Station: Automatisches Entleeren, Waschen und Trocknen spart viel Arbeit.
- Höhe: Passt der Roboter unter dein Sofa und dein Bett?
- Schwellen: Altbauten haben oft hohe Türschwellen.
- Ersatzteile: Prüfe, wie teuer Filter, Bürsten und Staubbeutel sind.
Folgekosten im Blick behalten
Ein Saugroboter verursacht nicht nur beim Kauf Kosten. Staubbeutel für die Station, Filter, Seitenbürsten und bei Wischrollen-Modellen die Rolle selbst müssen regelmäßig ersetzt werden. Bei Dreame kostet etwa ein Dreierpack Staubbeutel knapp 18 Euro, eine Ersatz-Wischrolle für ältere Aqua-Modelle rund 25 Euro. Hinzu kommen Reinigungsmittel, falls du sie nutzen möchtest. Rechne für Verbrauchsmaterial grob mit 50 bis 100 Euro pro Jahr, je nach Wohnungsgröße und Nutzung.
Auch der Stromverbrauch der Station steigt, wenn sie Wischrollen mit heißem Wasser reinigt und mit Warmluft trocknet. Bei täglicher Reinigung ist der Effekt spürbar, bleibt aber im Vergleich zu anderen Haushaltsgeräten moderat.
Datenschutz
Moderne Saugroboter haben Kameras und erstellen Karten deiner Wohnung. Achte darauf, dass Kamerabilder lokal verarbeitet werden. Viele Hersteller bieten in der App eine Option, um Fotos nicht in die Cloud zu laden. Nutze ein eigenes WLAN für Smart-Home-Geräte, wenn dein Router das erlaubt. Mehr Hinweise zur Absicherung findest du in unserer Rubrik Sicherheit.
Smart-Home-Anbindung
Viele Saugroboter lassen sich mit Alexa oder Google Home steuern. Seit Matter 1.2 gibt es auch einen eigenen Gerätetyp für Saugroboter. Apple Home unterstützt Matter-Saugroboter seit iOS 18.4. Welche Funktionen über Matter verfügbar sind, unterscheidet sich aber je nach Hersteller. Einen Überblick über den Standard gibt unser Smart-Home-Überblick.
Für wen lohnt sich welches Gerät?
- Viel Hartboden, Haustiere: Ein Modell mit Wischrolle und guter Hinderniserkennung lohnt sich.
- Kleine Wohnung, Budget: Ein Gerät ohne Wischrolle und ohne große Station für wenige Hundert Euro reicht oft.
- Hohe Schwellen, Altbau: Achte auf Kletterfähigkeit wie beim Saros 20 Flow.
- Hartnäckige Flecken in der Küche: Die Dampffunktion des Dreame-Modells kann hier helfen.
Begriffe kurz erklärt
- Pa (Pascal): Einheit für den Unterdruck, also die Saugkraft.
- LiDAR: Laser-Sensor zur Vermessung der Wohnung.
- Wischrolle: rotierende Walze, die beim Wischen ständig gespült wird.
- Station: Basis, die den Roboter entleert, reinigt und lädt.
Weitere Artikel findest du in der Rubrik Saugroboter.










