
Philips Hue Neuheiten Herbst 2026: Preise, KI und Sync-Geräte
Bild: Matti Blume / CC BY-SA 4.0 (Wikimedia Commons)
Kurz zusammengefasst: Philips Hue hat am 3. September 2026 viele Neuheiten angekündigt. Die wichtigsten: die Play Screen Sync mit TV-Kamera für 119,99 Euro, eine neue Play HDMI Sync Box 4K für 149,99 Euro und kürzbare Play Gradient Lightstrips ab 99,99 Euro. Dazu kommen neue Leuchten für innen und außen sowie KI-Automationen für die Bridge Pro ab Anfang Oktober. Eine Backup-Funktion und eine Sonos-Integration sollen später folgen.
Licht zum Fernsehbild: drei Wege
Die Synchronisierung von Licht und Fernsehbild gehört zu den beliebtesten Hue-Funktionen. Lampen hinter und neben dem Fernseher übernehmen dabei die Farben des Bildes. Das wirkt, als würde das Bild über den Rand hinaus strahlen. Hue bietet dafür jetzt drei Lösungen an.
Play Screen Sync
Die Play Screen Sync ist eine kleine Kamera, die du am Fernseher befestigst. Sie filmt das Bild und berechnet daraus die passenden Farben. Der Vorteil: Sie funktioniert mit jeder Quelle, auch mit den Apps direkt auf dem Smart-TV. Der Preis liegt bei 119,99 Euro. Kamerabasierte Lösungen reagieren erfahrungsgemäß etwas weniger exakt als eine direkte Auswertung des Signals, sind aber deutlich flexibler.
Play HDMI Sync Box 4K
Die neue Play HDMI Sync Box 4K kostet 149,99 Euro. Sie wird zwischen Zuspieler und Fernseher gesteckt und wertet das HDMI-Signal direkt aus. Sie hat nur einen HDMI-Eingang, ist dafür aber günstiger als die bisherige Sync Box 8K. Spannend ist, dass sie per Bluetooth auch ohne Bridge funktioniert. Mit einer Bridge lassen sich bis zu zehn Lampen einbinden.
Kürzbarer Play Gradient Lightstrip
Neu sind auch kürzbare Versionen des Play Gradient Lightstrip und des Pro-Modells. Sie starten bei 99,99 Euro. Es gibt eine Variante für Fernseher bis 100 Zoll. Weil du den Streifen auf die passende Länge kürzen kannst, sitzt er sauber am Gerät.
Neue Leuchten für innen
Für den Wohnbereich bringt Hue neue Designleuchten:
- Liane ist eine flexible 360-Grad-Lichtschnur ab 399,99 Euro. Sie lässt sich frei formen und an der Wand befestigen.
- Die Signe-Familie wächst um eine Pendelleuchte, eine hängende Variante und eine Stehleuchte ab 299,99 Euro.
Nanoleaf-Panels im Hue-System
Eine Überraschung ist die Zusammenarbeit mit Nanoleaf. Mit dem neuen Hue Wall Light Module für 39,99 Euro lassen sich Nanoleaf-Panels in das Hue-System einbinden. Sie können dann Teil von Hue-Szenen, Automationen und Entertainment-Setups werden. So reagieren zum Beispiel Lichtpaneele an der Wand gemeinsam mit den Hue-Lampen auf einen Film. Laut IMTEST sind in ausgewählten Märkten zudem Starter-Sets mit kompatiblen Nanoleaf-Panels ab 199,99 Euro geplant.
Festliche Beleuchtung und Garten
Pünktlich zur Weihnachtszeit erweitert Hue die Festavia-Reihe. Neu sind ein Lichtervorhang, ein Lichternetz und eine Eiszapfen-Variante ab 229,99 Euro. Wie bei den bisherigen Festavia-Lichterketten lassen sich Farben und Effekte per App steuern.
Für draußen kommen neue Außenleuchten mit den Namen Semeru, Scenova, Muscari und Struana ab 79,99 Euro. Dazu gibt es mit OmniGlow einen neuen Lichtstreifen für den Außenbereich ab 199,99 Euro.
Preisübersicht
| Produkt | Typ | Preis ab |
|---|---|---|
| Play Screen Sync | TV-Kamera | 119,99 € |
| Play HDMI Sync Box 4K | HDMI-Sync | 149,99 € |
| Play Gradient Lightstrip (kürzbar) | Lichtstreifen | 99,99 € |
| Hue Wall Light Module | Nanoleaf-Anbindung | 39,99 € |
| Liane | Lichtschnur | 399,99 € |
| Signe Pendel/Stehleuchte | Designleuchte | 299,99 € |
| Festavia Vorhang/Netz/Eiszapfen | Lichterkette | 229,99 € |
| Semeru, Scenova, Muscari, Struana | Außenleuchten | 79,99 € |
| OmniGlow | Außen-Lichtstreifen | 199,99 € |
Preise laut Signify und IMTEST, Stand September 2026. Händlerpreise können abweichen.
KI-Automationen mit der Bridge Pro
Die größte Software-Neuerung sind die „Custom AI Behaviours“. Sie sind für Besitzer der Bridge Pro gedacht und sollen ab Anfang Oktober 2026 verfügbar sein. Die Idee: Du beschreibst in normaler Sprache, was das Licht tun soll, und die App erstellt daraus eine Automation. Ein Beispiel wäre: „Wenn ich abends nach Hause komme, mach das Licht im Flur warm und gedimmt.“
Ob die Funktion im Alltag zuverlässig arbeitet, muss sich zeigen. Wichtig ist, dass bestehende Automationen weiter funktionieren. Die KI ist eine zusätzliche Möglichkeit, keine Pflicht.
Backup und Sonos
Lange gewünscht und jetzt angekündigt ist eine Backup- und Wiederherstellungsfunktion. Damit sollen sich Einstellungen, Räume und Szenen sichern lassen, etwa beim Umstieg auf eine neue Bridge. Laut Hueblog kommt die Funktion später im Jahr. Außerdem kommt eine Integration mit Sonos. Laut IMTEST soll sie im November 2026 per Software-Update erscheinen. Dann lassen sich Wiedergabe, Lautstärke und Titelwechsel auch über Hue-Zubehör steuern, ohne Smartphone oder Sonos-App.
Lohnt sich der Umstieg?
- Du hast noch keine Bridge? Dann sind Bluetooth-Produkte wie die neue Sync Box ein günstiger Einstieg. Für mehr Lampen und Automationen lohnt sich später eine Bridge.
- Du nutzt eine alte Bridge? Für die neuen KI-Funktionen brauchst du die Bridge Pro. Alle anderen Neuheiten funktionieren auch mit der normalen Bridge.
- Du willst Licht zum Fernseher? Mit Streaming-Apps auf dem TV ist die Screen Sync praktisch. Wer vor allem Konsole oder Receiver nutzt, bekommt mit der HDMI Sync Box ein genaueres Ergebnis.
Matter und Hue
Die Hue Bridge unterstützt den Smart-Home-Standard Matter. So lassen sich Hue-Lampen auch in Apple Home, Google Home oder Alexa nutzen. Spezielle Funktionen wie die Sync-Effekte oder Gradient-Farbverläufe bleiben aber der Hue-App vorbehalten. Mehr zum Standard liest du in unserem Smart-Home-Überblick.
Tipps für die Einrichtung
- Platzierung prüfen: Für TV-Sync wirken Lampen links und rechts vom Fernseher und ein Lichtstreifen auf der Rückseite am besten. Das Licht sollte gegen eine helle Wand strahlen.
- Räume sauber anlegen: Ordne jede Lampe in der App einem Raum zu. Das macht spätere Automationen und Sprachbefehle einfacher.
- Firmware aktualisieren: Neue Funktionen wie die KI-Automationen setzen aktuelle Software auf Bridge und Lampen voraus.
- Stromsparend planen: LED-Lampen verbrauchen wenig, im Standby aber trotzdem etwas Strom. Bei sehr vielen Lampen lohnt sich ein Blick auf den Gesamtverbrauch.
Begriffe kurz erklärt
- Bridge: Zentrale, die Hue-Lampen per Zigbee mit dem Heimnetz verbindet.
- Gradient: Lampe oder Lichtstreifen, der mehrere Farben gleichzeitig zeigt.
- Sync: Abgleich von Licht mit Bild oder Musik in Echtzeit.
- Zigbee: Funkstandard, den Hue-Lampen intern nutzen.
Weitere Artikel findest du in der Rubrik Beleuchtung.










